Langsam führte Sie ihren Kaffeebecher an die Lippen, und nippte daran. Der Kaffee schmeckte scheußlich, aber es war das Einzige was Sie momentan kriegen konnte. Koffeinfrei. Lauwarm. Mit Zucker. Widerlich.
Früher hatte sie Ihren Kaffee jeden Tag am Bahnhof bei Starbucks geholt. Schon wenn sie den Bahnhof betrat stieg ihr der herbe Geruch in die Nase, der sie unweigerlich an Ihren Vater erinnerte. Die völlig überteuerten Preise waren ihr egal, denn seitdem Sie den Job an der Universitätsklinik angenommen hatte konnte sie es sich leisten. Außerdem war es ein kleines Stück Normalität, bevor sie sich stunden-, ja manchmal tagelang der surrealen Krankenhauswelt hingab.
Das winzige Stück Gemütlichkeit welches der Kaffee dem kalten Kellerraum nun gab, ließ sie wieder hoffen.
Es begann an Morgen des 03. Oktober. Wie immer holte sie sich ihren Kaffee am Bahnhof, und machte sich auf dem Weg zum richtigen Gleis. Seitdem Sie sechs Opfer eines schrecklichen Verkehrsunfalls behandelt hatte, von denen vier verstarben und zwei für ihr Leben entstellt waren, zog sie es vor nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Außerdem genoss sie es, sich fahren zu lassen, und währenddessen die Tageszeitung zu lesen. Sie wusste, dass die meisten ihrer Freunde glaubten, dass ihr Job sie in ihrem privaten Handeln und Tun zu sehr einschränkte, und dass sie nach ihrer Schicht abschalten sollte. Aber die waren auch noch nie Ärzte gewesen. Es gibt eben Jobs, die kann man Abends nicht abstellen.
An diesem Morgen traf sie einen Patienten im Zug. Jonathan hieß er, daran erinnerte sie sich noch. Er setzte sich neben sie, und begann einfach zu erzählen. Was er seit dem Unfall alles erlebt hatte. Wie seine Umwelt auf sein entstelltes Gesicht reagiert hatte. Wie seine Freundin ihn verlassen hatte. Und schließlich, wie sehr er die Ärzte dafür verurteilte, dass sie ihm kein besseres Gesicht hatten geben können.
Dies war der Punkt an dem es für sie wirklich unangenehm wurde. Bisher hatte sie gerne zugehört. Immerhin war dieser Unfall auch für sie ein prägendes Ereignis gewesen, wenn auch nicht so prägend wie für den Mann der ihr gegenübersaß. Aber nun musste sie sich verteidigen.
Fortsetzung folgt...
Donnerstag, 5. August 2010
Freitag, 30. Juli 2010
Kommunikation ist alles!
Schnelle Bilder, Großstadtfeeling. Lichter, Lampen, Plakate. Internet, Fernsehen, Nullhundertneunzig. I know what you need!
Kauf mich, begehre mich.
Koks. Zigaretten. Champagner.
Du willst es doch auch! Das neuste Handy, den neuen Wagen. Chanel und Luis Vuitton. Den Joghurt der schön macht!
Nur eine Sekunde ziehe ich an dir vorbei, und dann willst du es auch! Ich bringe dich dazu es zu wollen! Das ist keine Werbung. Das ist Psychologie.
Schöne neue Welt!
Kauf mich, begehre mich.
Koks. Zigaretten. Champagner.
Du willst es doch auch! Das neuste Handy, den neuen Wagen. Chanel und Luis Vuitton. Den Joghurt der schön macht!
Nur eine Sekunde ziehe ich an dir vorbei, und dann willst du es auch! Ich bringe dich dazu es zu wollen! Das ist keine Werbung. Das ist Psychologie.
Schöne neue Welt!
Dienstag, 13. Juli 2010
Donnerstag, 24. Juni 2010
Mächtig viel Theater
Ein Leben lang ein Lächeln aufsetzen. Immer gute Miene zum bösen Spiel. Das strengt an.
Auf der Bühne bin ich frei. Darf lachen, weinen, schreien. Zu allem bereit, keine Erwartungen. Emotionen, ungebremst und laut. Alles raus lassen.
Doch nur gespielt. Zurück in den Kokon. Hinterher.
Auf der Bühne bin ich frei. Darf lachen, weinen, schreien. Zu allem bereit, keine Erwartungen. Emotionen, ungebremst und laut. Alles raus lassen.
Doch nur gespielt. Zurück in den Kokon. Hinterher.
Verlernt
Ich habe es verlernt,
dich zu lieben,
hab es verlernt,
Glück zu verdienen,
ich hab es verlernt,
wie es sich anfühlt,
deine Haut zu berühren.
Ich weiß heut nicht mehr,
was man tut wenn man fühlt,
denn ich kenn mich nicht mehr,
ich finde mich nicht wieder.
Verloren in der Masse,
hast du mich gesucht?
Hab ich mich versteckt...
Denn ich habe verlernt dich zu lieben.
Habe verlernt, dich zu berühren.
Ich kann mich ja nicht einmal selbst berühren,
nicht mehr schreien, nicht weinen.
Ich habe es verlernt,
geliebt zu werden,
habe verlernt, wie man lacht.
Ich habe verlernt,
wie man es macht.
Ich habe das Leben verlernt,
das Lachen, das Weinen.
Denn ich habe verlernt dich zu lieben,
ich weiß nicht mehr, wie man es macht.
dich zu lieben,
hab es verlernt,
Glück zu verdienen,
ich hab es verlernt,
wie es sich anfühlt,
deine Haut zu berühren.
Ich weiß heut nicht mehr,
was man tut wenn man fühlt,
denn ich kenn mich nicht mehr,
ich finde mich nicht wieder.
Verloren in der Masse,
hast du mich gesucht?
Hab ich mich versteckt...
Denn ich habe verlernt dich zu lieben.
Habe verlernt, dich zu berühren.
Ich kann mich ja nicht einmal selbst berühren,
nicht mehr schreien, nicht weinen.
Ich habe es verlernt,
geliebt zu werden,
habe verlernt, wie man lacht.
Ich habe verlernt,
wie man es macht.
Ich habe das Leben verlernt,
das Lachen, das Weinen.
Denn ich habe verlernt dich zu lieben,
ich weiß nicht mehr, wie man es macht.
Ich bin...
Waren wir nicht gut genug. Frage. Zu viele Fragen. Sehe in den Spiegel. Erkenne nicht. Begreife nicht.
Das bin ich. Das bin ich. Alles bin ich. Das ist mein Raum. Das ist mein Bett. Das ist meine Wand. Mein Spiegel. Mein Leben. Leben. Frage. Das alles bin ich. Ich bin darin. Darin. In allem. Das hier. Bin. Ich. Meinen Körper ansehen. Das alles bin ich. Ich bin darin. In meinem Körper. Fühle ich es. Dass es weh tut. Das bin ich. Das Wort, ich I-C-H. Das hier. Sehe mich an. Der Spiegel. Mein Gesicht. Zeigt mein Gesicht. Blaue Augen. Habe ich blaue Augen. Frage. Sehe ich mich an. Frage. Mich das. Blau. Starren mich an. Der Spiegel. Was kenne ich darin. Mich. Kenne. Ich. Mich. Frage. Atem am Spiegel. Er beschlägt. Ich sehe es. Ich. Das Wort. Ich. I-C-H. Dieses Wort. Bin ich. Nur ein Wort. Ich bin nur ein Wort. Nicht mehr. Oder. Frage. Weniger. Ich. Sehe im Spiegel. Meine Augen. Schlage. Gegen den Spiegel. Sieh deine Augen! Sie sie an. Sieh hinein. Deine Augen. Meine. Ich. Im Spiegel. Begreife. Begreife es! Es ist nun so. Es ist. Ich bin noch. Sehe mich. Ja schließlich im Spiegel. Muss noch sein. Weiter sein. Für wen. Frage. Begreife es. Muss noch sein. Weiter sein. Nicht aufgeben. Springt der Spiegel. Frage. Ich bin. Das bin ich. Im Spiegel. Was warst du für mich. Frage. Leben. Mein Leben. Warst mir zu nah. Warst du. Frage. Doch ich bin nicht. Nicht gestorben. Mit dir. Bin ich mit dir gestorben. Frage. Nicht mein Körper. Bin das ich. Frage. Mein Körper. Ist der ich. Frage. Was ist ich. Frage. Viele Fragen. Nur Fragen. An dich. Mich. Uns. Es gab ein wir. Bei uns. Wie lange gab es ein wir. Frage. Es war. Ich bin und wir waren. Waren wir nicht gut genug. Frage. Zu viele Fragen. Sehe in den Spiegel. Erkenne nicht. Begreife nicht. Nicht fähig. Schreie. Begreife es! Erkenne dich! Bin nicht fähig zu erkennen. Nicht mich. Du. Warst. Ich. Bin. Du. Warst. Ich. Bin. Wehre mich dagegen. Erkenne mich nicht. Will nicht in den Spiegel sehen. Sehe mich nicht. Deine Augen. Im Spiegel. Wie kann das sein. Frage. Sehe nicht mehr. Du. Ich. Wir. Es gab ein Wir. Wie lange. Frage. Ich. Du. Du warst. Ich war.Mittwoch, 23. Juni 2010
Wann wenn jetzt nicht hier? oder: Der richtige Moment!
Sie:
Treiben lassen. Fühlen. Dich neben mir liegen spüren, und deinen Geruch einatmen. Treiben lassen. Deinen Atem hören. Dich berühren, und durch deine Haare streicheln. Deinen Hals ansehen. Ihn küssen. Treiben lassen. Du und ich alleine, hier.
Wenn ich es jetzt nicht tue, wann dann? Wenn ich es jetzt nicht sage, was soll dann noch kommen? Wenn du nichts sagst, was soll ich dann tun? Du musst einfach etwas sagen, reagieren. Du musst dich einfach freuen, und glücklich sein.
Gestern waren wir spazieren. Es war ein wunderschöner Nachmittag. Da wollte ich es auch schon tun. Unsere Hände haltend gingen wir am Wasser entlang und sahen die Vögel, die Enten und Schwäne, die sanft über das Wasser glitten. Auch da wollte ich es schon tun. Doch dann haben wir über die Arbeit geredet. Es ist schwer im Moment für dich in deinem Job. Ich habe dir zugehört, und Tipps gegeben, denn du hast es gerade nicht leicht. Ich will für dich da sein, denn wir lieben uns, und ich möchte deine Stütze sein. Gestern konnte ich es also nicht tun. Auch nicht als wir hinterher auf der Wiese lagen und Weintrauben gegessen haben. Die Stimmung war nicht mehr dieselbe. Es sollte ein perfekter Tag sein, und gestern wurde die Perfektion durch unser Gespräch zerstört. Aber was ist schon perfekt? Vielleicht ein Morgen, wenn man noch schläft, und noch nichts Böses in die eigenen Träume gelangen kann. Du träumst noch. Liegst neben mir, und atmest regelmäßig. Wann wäre also ein besserer Zeitpunkt als jetzt?
Er:
Sie ist schon wach. Ich spüre es. Atmen, regelmäßig. Sie neben mir liegen fühlen, sie nicht merken lassen dass auch ich nicht mehr schlafe. Atmen. Wieso steht sie nicht auf? Betrachtet sie mich, wie so oft? Atmen. Das macht mich nervös. Atmen. Atmen. Sie bewegt sich. Hat sich auf die Seite gedreht. Ich bin noch nicht wach, ich schlafe noch.
Wenn ich es jetzt nicht sage, wann dann? Irgendwann muss ich es tun, kann nicht ewig damit warten. Den richtigen Zeitpunkt finden ist schwer. Ich dachte, er wäre gestern. Wir waren spazieren, am Wasser. Ich wollte es sagen, ich wollte endlich tun, was ich schon lange tun will, aber ich konnte nicht. Ich habe angefangen über die Arbeit zu reden, denn sie ist auch ein Grund. Sie war für mich da und hat mich getröstet. Sie will immer für mich da sein und versucht mir mit meinen Problemen zu helfen. Wie soll ich es ihr in so einem Moment sagen? Es wäre perfekt gewesen, wenn ich nicht über die Arbeit geredet hätte. Wieso musste ich das auch tun?
Regelmäßig atmen. Sie wird warten bis ich aufwache, also wache ich auf.
Sie:
Er öffnet langsam die Augen, und liebevoll sehe ich ihn an. „Guten morgen Baby, hast du gut geschlafen?“.
Er:
Als ich die Augen öffne schaut sie mich an und fragt wie ich geschlafen habe. Ich muss es ihr jetzt sagen, denn ich kann es nicht ewig rausschieben. Wann wäre ein besserer Moment als morgens, wenn der Tag noch nicht begonnen hat und man von allen Gedanken frei ist?
„Gut, danke. Hör zu, ich muss dir etwas sagen“.
Sie:
Er sagt, dass er mir auch etwas zu sagen hat, da bin ich ja mal gespannt. Danach werde ich es ihm sagen, ich spüre, es ist der richtige Moment.
Er:
Okay, ich sage es ihr jetzt. „Baby, ich denke es ist besser, wenn wir eine Pause machen. Oder Schluss. Weißt du, in unserer Beziehung hat sich so viel verändert in letzter Zeit, und bei mir geht es eben nicht mehr. Es tut mir leid“
Ich stehe auf und gehe aus dem Schlafzimmer. Am besten ich gebe ihr Zeit darüber nachzudenken. Es ist besser so.
Sie:
Ich beginne zu weinen. Hat er wirklich gerade eben gesagt was ich gehört habe? Ich breche auf dem Bett zusammen, weine laut, schreie ihm hinterher „Ich bin schwanger“.
Treiben lassen. Fühlen. Dich neben mir liegen spüren, und deinen Geruch einatmen. Treiben lassen. Deinen Atem hören. Dich berühren, und durch deine Haare streicheln. Deinen Hals ansehen. Ihn küssen. Treiben lassen. Du und ich alleine, hier.
Wenn ich es jetzt nicht tue, wann dann? Wenn ich es jetzt nicht sage, was soll dann noch kommen? Wenn du nichts sagst, was soll ich dann tun? Du musst einfach etwas sagen, reagieren. Du musst dich einfach freuen, und glücklich sein.
Gestern waren wir spazieren. Es war ein wunderschöner Nachmittag. Da wollte ich es auch schon tun. Unsere Hände haltend gingen wir am Wasser entlang und sahen die Vögel, die Enten und Schwäne, die sanft über das Wasser glitten. Auch da wollte ich es schon tun. Doch dann haben wir über die Arbeit geredet. Es ist schwer im Moment für dich in deinem Job. Ich habe dir zugehört, und Tipps gegeben, denn du hast es gerade nicht leicht. Ich will für dich da sein, denn wir lieben uns, und ich möchte deine Stütze sein. Gestern konnte ich es also nicht tun. Auch nicht als wir hinterher auf der Wiese lagen und Weintrauben gegessen haben. Die Stimmung war nicht mehr dieselbe. Es sollte ein perfekter Tag sein, und gestern wurde die Perfektion durch unser Gespräch zerstört. Aber was ist schon perfekt? Vielleicht ein Morgen, wenn man noch schläft, und noch nichts Böses in die eigenen Träume gelangen kann. Du träumst noch. Liegst neben mir, und atmest regelmäßig. Wann wäre also ein besserer Zeitpunkt als jetzt?
Er:
Sie ist schon wach. Ich spüre es. Atmen, regelmäßig. Sie neben mir liegen fühlen, sie nicht merken lassen dass auch ich nicht mehr schlafe. Atmen. Wieso steht sie nicht auf? Betrachtet sie mich, wie so oft? Atmen. Das macht mich nervös. Atmen. Atmen. Sie bewegt sich. Hat sich auf die Seite gedreht. Ich bin noch nicht wach, ich schlafe noch.
Wenn ich es jetzt nicht sage, wann dann? Irgendwann muss ich es tun, kann nicht ewig damit warten. Den richtigen Zeitpunkt finden ist schwer. Ich dachte, er wäre gestern. Wir waren spazieren, am Wasser. Ich wollte es sagen, ich wollte endlich tun, was ich schon lange tun will, aber ich konnte nicht. Ich habe angefangen über die Arbeit zu reden, denn sie ist auch ein Grund. Sie war für mich da und hat mich getröstet. Sie will immer für mich da sein und versucht mir mit meinen Problemen zu helfen. Wie soll ich es ihr in so einem Moment sagen? Es wäre perfekt gewesen, wenn ich nicht über die Arbeit geredet hätte. Wieso musste ich das auch tun?
Regelmäßig atmen. Sie wird warten bis ich aufwache, also wache ich auf.
Sie:
Er öffnet langsam die Augen, und liebevoll sehe ich ihn an. „Guten morgen Baby, hast du gut geschlafen?“.
Er:
Als ich die Augen öffne schaut sie mich an und fragt wie ich geschlafen habe. Ich muss es ihr jetzt sagen, denn ich kann es nicht ewig rausschieben. Wann wäre ein besserer Moment als morgens, wenn der Tag noch nicht begonnen hat und man von allen Gedanken frei ist?
„Gut, danke. Hör zu, ich muss dir etwas sagen“.
Sie:
Er sagt, dass er mir auch etwas zu sagen hat, da bin ich ja mal gespannt. Danach werde ich es ihm sagen, ich spüre, es ist der richtige Moment.
Er:
Okay, ich sage es ihr jetzt. „Baby, ich denke es ist besser, wenn wir eine Pause machen. Oder Schluss. Weißt du, in unserer Beziehung hat sich so viel verändert in letzter Zeit, und bei mir geht es eben nicht mehr. Es tut mir leid“
Ich stehe auf und gehe aus dem Schlafzimmer. Am besten ich gebe ihr Zeit darüber nachzudenken. Es ist besser so.
Sie:
Ich beginne zu weinen. Hat er wirklich gerade eben gesagt was ich gehört habe? Ich breche auf dem Bett zusammen, weine laut, schreie ihm hinterher „Ich bin schwanger“.
So ist es!
Und so soll es auch sein. Denn das ist mein Leben, und wenn es anders wäre, dann wäre es nicht meins.
Und der Hut hat 3 Ecken...
Und der Hut hat 3 Ecken...
Dienstag, 22. Juni 2010
Das Leben
Das Leben, was ist das eigentlich?
Es zieht so an uns vorbei. Wir streben. Immer. Nach irgendetwas. Warum eigentlich?
Wir wollen Geld. Macht. Liebe. Freundschaft. Familie.
Und am Ende? Hat es noch keinem geholfen zu Überleben.
Wie profan!
Es zieht so an uns vorbei. Wir streben. Immer. Nach irgendetwas. Warum eigentlich?
Wir wollen Geld. Macht. Liebe. Freundschaft. Familie.
Und am Ende? Hat es noch keinem geholfen zu Überleben.
Wie profan!
Zusammen Single sein
Wenn Freunde auf der Ersatzbank sitzen...
Wir können heute nicht, wir sehen uns das Spiel an". "Wir könnten uns ja am Sonntag treffen, da hat XYZ eh keine Zeit". "Wir essen neuerdings gerne Lakritzschnecken".
Wir??? Wer zum Teufel isst gerne Lakritzschnecken, und wie verdammt noch mal kommt es, dass zwei Menschen zu exakt der gleichen Zeit die selbe Leidenschaft entwickeln, wenn einer von ihnen doch vorher immer gepredigt hat, dass Süßigkeiten aller Art nicht gut sind, oder dass Lakritze so ziemlich das ekelhaftest sind, was man sich vorstellen könne? Und seit wann steht meine Beste Freundin eigentlich auf Fussball?
Ich verstehe es nicht. Wir leben in einer Welt, in der jeder das denken und sagen darf was er will. In dem die Meinungsfreiheit als oberstes Gebot gilt, und sogar im Gesetz festgehalten ist, ganz weit vorne. Mein Freund versteht das.
Wir lieben uns sehr. Wir sind seit einigen Jahren sehr glücklich miteinander, teilen die Wohnung, das Bett, und diverse Interessen. Wir genießen unsere Abende zu zweit, und ja, es kommt auch mal vor, dass wir jemandem absagen, wenn wir schon etwas zu zweit geplant haben. Aber wir sind doch immer noch zwei Menschen, und nicht nur einer. Ich hasse Fussball, mein Freund hasst Schuhe. Ich will auch mal mit meinen Freundinnen alleine sein, und mein Freund will auch mal mit seinen Kumpels in Ruhe ein Bier trinken.Ich gehe ins Schlafzimmer, wenn er Dr. House im Fernsehen will. Weil es mir nicht gefällt, und weil ich das auch ruhig sagen darf.
Was sind das für Menschen, die während einer Beziehung zu einer Einheit verschmelzen? Warum ist es für diese Leute so schwer, auch mal sie selbst zu sein? Ist es immer nur einer, der sich anpasst, oder treffen sie sich in der Mitte? Kann das funktionieren, oder funktioniert es bei denen vielleicht nur so?
Woher kommt diese Zwanghafte Annahme, man müsse immer alles toll finden, was der andere toll findet. Ist die Liebe wirklich eine so große Macht, dass alles andere dafür in den Hintergrund rückt? Warum geht meine Beste Freundin neuerdings mit einem Mann shoppen, obwohl ich sie viel besser beraten könnte? Und warum bin ich für meine Mädels nur noch wichtig, wenn die Männer mal ihre Ruhe wollen?
Vielleicht weil man mit seinen Freunden keinen Sex haben kann. Oder weil man sie nie so sehr liebt wie den eigenen Partner. Oder weil man Angst hat, nicht zu gefallen. Aber sollte man nicht davon ausgehen, dass man dem, mit dem man eine Liebesbeziehung führt, auch gefällt?
Ich werde mich morgen mit einer Freundin treffen, die Single ist. Und wir werden uns wie Singles verhalten. Im Café Männer ansehen, laut kichern, vielleicht ein bisschen Shoppen, und ein Eis essen. Später Cocktails trinken, wieder Männer ansehen, und Abends werde ich glücklich zu meinem Freund ins Bett sinken, der einen entspannten Fernsehabend hinter sich hat.
Und sollte eine meiner anderen Freundinnen sich trennen: Ich bin immer noch zusammen Single.
Wir können heute nicht, wir sehen uns das Spiel an". "Wir könnten uns ja am Sonntag treffen, da hat XYZ eh keine Zeit". "Wir essen neuerdings gerne Lakritzschnecken".
Wir??? Wer zum Teufel isst gerne Lakritzschnecken, und wie verdammt noch mal kommt es, dass zwei Menschen zu exakt der gleichen Zeit die selbe Leidenschaft entwickeln, wenn einer von ihnen doch vorher immer gepredigt hat, dass Süßigkeiten aller Art nicht gut sind, oder dass Lakritze so ziemlich das ekelhaftest sind, was man sich vorstellen könne? Und seit wann steht meine Beste Freundin eigentlich auf Fussball?
Ich verstehe es nicht. Wir leben in einer Welt, in der jeder das denken und sagen darf was er will. In dem die Meinungsfreiheit als oberstes Gebot gilt, und sogar im Gesetz festgehalten ist, ganz weit vorne. Mein Freund versteht das.
Wir lieben uns sehr. Wir sind seit einigen Jahren sehr glücklich miteinander, teilen die Wohnung, das Bett, und diverse Interessen. Wir genießen unsere Abende zu zweit, und ja, es kommt auch mal vor, dass wir jemandem absagen, wenn wir schon etwas zu zweit geplant haben. Aber wir sind doch immer noch zwei Menschen, und nicht nur einer. Ich hasse Fussball, mein Freund hasst Schuhe. Ich will auch mal mit meinen Freundinnen alleine sein, und mein Freund will auch mal mit seinen Kumpels in Ruhe ein Bier trinken.Ich gehe ins Schlafzimmer, wenn er Dr. House im Fernsehen will. Weil es mir nicht gefällt, und weil ich das auch ruhig sagen darf.
Was sind das für Menschen, die während einer Beziehung zu einer Einheit verschmelzen? Warum ist es für diese Leute so schwer, auch mal sie selbst zu sein? Ist es immer nur einer, der sich anpasst, oder treffen sie sich in der Mitte? Kann das funktionieren, oder funktioniert es bei denen vielleicht nur so?
Woher kommt diese Zwanghafte Annahme, man müsse immer alles toll finden, was der andere toll findet. Ist die Liebe wirklich eine so große Macht, dass alles andere dafür in den Hintergrund rückt? Warum geht meine Beste Freundin neuerdings mit einem Mann shoppen, obwohl ich sie viel besser beraten könnte? Und warum bin ich für meine Mädels nur noch wichtig, wenn die Männer mal ihre Ruhe wollen?
Vielleicht weil man mit seinen Freunden keinen Sex haben kann. Oder weil man sie nie so sehr liebt wie den eigenen Partner. Oder weil man Angst hat, nicht zu gefallen. Aber sollte man nicht davon ausgehen, dass man dem, mit dem man eine Liebesbeziehung führt, auch gefällt?
Ich werde mich morgen mit einer Freundin treffen, die Single ist. Und wir werden uns wie Singles verhalten. Im Café Männer ansehen, laut kichern, vielleicht ein bisschen Shoppen, und ein Eis essen. Später Cocktails trinken, wieder Männer ansehen, und Abends werde ich glücklich zu meinem Freund ins Bett sinken, der einen entspannten Fernsehabend hinter sich hat.
Und sollte eine meiner anderen Freundinnen sich trennen: Ich bin immer noch zusammen Single.
Montag, 21. Juni 2010
Kommen, Gehen, und Musik!
Ich habe das Bedürfnis etwas persönliches zu posten, anonym. Was aus diesem Blog werden wird weiß ich noch nicht.
Mein Großvater ist gestern gestorben. Mein Großvater, den ich sehr liebe, und der der beste Opa der Welt war.
Opa, ich liebe dich. Ich bin in Gedanken immer bei dir, und ich weiß, dass du bei mir bist.
Mach dir keine Sorgen. Wir kümmern uns um Oma. Sie schafft das schon.
"Das Leben ist eines der härtesten", pflegt mein Vater zu sagen, während meine Beste Freundin gerne "Das Leben ist kein Ponyhof" sinniert.
Und meistens glauben wir, dass das auch stimmt, obwohl es uns doch eigentlich gut geht. Ein Dach über dem Kopf, gesund, geliebt, gefüttert.
Wir beschweren uns über die kleinen Sachen. Über den Kollegen, der uns heute wieder genervt hat. Über das Konto, das diesen Monat keinen Shopping Trip mehr genehmigen will. Über die Schule, die uns anstrengt. Und dann gibt es Momente, in denen all das egal wird.
Wenn ein lange geliebter Mensch plötzlich schwer krank wird. Ins Koma fällt, oder in absehbarer Zeit von uns gehen wird. Wenn jemand stirbt, plötzlich, oder lange gefürchtet. Dann merken wir, wie egal unsere Alltagssorgen doch eigentlich sind. Dann merken wir, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Auf unsere Familie, die wir so sehr lieben. Großväter, die als wir Klein waren mit uns Rad gefahren sind, und in der Garage absurde Dinge gebastelt haben. Mütter, die uns seit den ersten Tagen unseres Lebens getröstet und geliebt haben, egal was wir uns erlaubt haben. Großmütter und Väter, die immer mal wieder ein Auge zugedrückt haben, und das eigentlich verbotene Kaugummi heimlich mit uns gekauft haben. Geschwister, die uns das Leben schwer und leicht gemacht haben, für die wir Vorbilder sind, oder die uns Vorbilder sind.
Es kommt auf unseren Partner an, der uns liebt wie wir sind, und unseren kleinen Tick mit einem Lächeln hinnimmt. Und uns in diesen Zeiten beisteht.
Es kommt auf unsere Beste Freundin an, mit der wir gelacht und geweint haben.
Wenn einem dieser Menschen etwas zustößt, dann bricht pötzlich etwas zusammen. Dann denkt man, die Welt müsste kurz stehen bleiben, denn der Schmerz ist sonst unerträglich. Doch sie dreht sich unerbittlich weiter und weiter.
-
Und das ist auch gut so. Denn es geht immer irgendwie weiter.
Mein Großvater ist gestern gestorben. Mein Großvater, den ich sehr liebe, und der der beste Opa der Welt war.
Opa, ich liebe dich. Ich bin in Gedanken immer bei dir, und ich weiß, dass du bei mir bist.
Mach dir keine Sorgen. Wir kümmern uns um Oma. Sie schafft das schon.
"Das Leben ist eines der härtesten", pflegt mein Vater zu sagen, während meine Beste Freundin gerne "Das Leben ist kein Ponyhof" sinniert.
Und meistens glauben wir, dass das auch stimmt, obwohl es uns doch eigentlich gut geht. Ein Dach über dem Kopf, gesund, geliebt, gefüttert.
Wir beschweren uns über die kleinen Sachen. Über den Kollegen, der uns heute wieder genervt hat. Über das Konto, das diesen Monat keinen Shopping Trip mehr genehmigen will. Über die Schule, die uns anstrengt. Und dann gibt es Momente, in denen all das egal wird.
Wenn ein lange geliebter Mensch plötzlich schwer krank wird. Ins Koma fällt, oder in absehbarer Zeit von uns gehen wird. Wenn jemand stirbt, plötzlich, oder lange gefürchtet. Dann merken wir, wie egal unsere Alltagssorgen doch eigentlich sind. Dann merken wir, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Auf unsere Familie, die wir so sehr lieben. Großväter, die als wir Klein waren mit uns Rad gefahren sind, und in der Garage absurde Dinge gebastelt haben. Mütter, die uns seit den ersten Tagen unseres Lebens getröstet und geliebt haben, egal was wir uns erlaubt haben. Großmütter und Väter, die immer mal wieder ein Auge zugedrückt haben, und das eigentlich verbotene Kaugummi heimlich mit uns gekauft haben. Geschwister, die uns das Leben schwer und leicht gemacht haben, für die wir Vorbilder sind, oder die uns Vorbilder sind.
Es kommt auf unseren Partner an, der uns liebt wie wir sind, und unseren kleinen Tick mit einem Lächeln hinnimmt. Und uns in diesen Zeiten beisteht.
Es kommt auf unsere Beste Freundin an, mit der wir gelacht und geweint haben.
Wenn einem dieser Menschen etwas zustößt, dann bricht pötzlich etwas zusammen. Dann denkt man, die Welt müsste kurz stehen bleiben, denn der Schmerz ist sonst unerträglich. Doch sie dreht sich unerbittlich weiter und weiter.
-
Und das ist auch gut so. Denn es geht immer irgendwie weiter.
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